Bronze Award - Cluster Management

Branchentalk Ernährungswirtschaft 2018

 

Dienstag, 13. November 2018 | Erfurt | Dompalais Erfurt
ab 15.30 Uhr

Birgit Keller
Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft

&

Wolfgang Tiefensee
Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

 

Ressortübergreifendes Gespräch: Ministerin Keller und Minister Tiefensee zu Gast beim Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V.


Branchenverein erhält Förderbescheid vom Thüringer Wirtschaftsministerium

Inzwischen ist es eine gute Tradition, dass der Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. seine Mitglieder einmal im Jahr zum politischen Dialog lädt. Für die umsatzstarke Branche standen heute Nachmittag die zwei wichtigsten Ministerien als Gesprächspartner zur Verfügung. Landwirtschaftsministerin Birgit Keller und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee diskutierten in Erfurt mit rund 30 Mitgliedern des Vereins über aktuelle Herausforderungen und Probleme.

Zentrales Thema für die Hersteller Thüringer Produkte ist nach wie vor das überarbeitete Qualitätssiegel „Geprüfte Qualität Thüringen“ mit den strengeren Kriterien und die neu gestartete Kommunikationskampagne. Der Verein begleitet die Diskussion um das Siegel sehr kritisch, bemüht sich aber auch um Lösungen. Er hat deshalb ein Projekt beantragt, dessen Ziel es ist, die Produktion und den Bedarf Thüringer Rohstoffe auf Seiten der Erzeuger und Verarbeiter zu evaluieren, um so herauszufinden, welche Potenziale „verschenkt“ werden oder aber welche noch gehoben werden können. „Der Trend nach regionalen Lebensmitteln ist ungebrochen. Mit dem im April beschlossenen Regionalitätskonzept wollen wir die regionalen Wertschöpfungsketten stärken. Das dies nicht von heute auf morgen geht, ist klar. Wir setzen auf langfristige Lösungen und ich bin überzeugt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Birgit Keller dem aufmerksamen Publikum. Erörtert wurde in diesem Zusammenhang auch, wie es gelingen kann, mehr Thüringer Produkte in die Gemeinschaftsverpflegung, Betriebsversorgung und in die Gastronomie zu bringen und den Tourismus stärker einzubinden.

Nachgefragt wurde von den Netzwerkvertretern außerdem, welche Möglichkeiten der Messeförderung nach dem Ende der aktuellen Förderiode 2020 den Unternehmen angeboten werden können. Das Netzwerk wünscht sich an dieser Stelle eine engere Zusammenarbeit der beiden Ministerien. Einig war man sich darüber, dass der Austausch zwischen den politischen Instanzen und dem Netzwerk in den letzten Jahren immer besser und enger geworden ist. „Wir sind schon stolz darauf, dass wir inzwischen in viele Gremien berufen wurden und in für die Branche wichtige Diskussionen einbezogen werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Gaida.

Wirtschaftsminister Tiefensee nutzte beim Branchentalk die Gelegenheit, dem Netzwerk einen Förderbescheid zu überreichen. „Die Ernährungswirtschaft ist Teil des Spezialisierungsfeldes ‚Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft‘ der Thüringer Innovationsstrategie. Das Thüringer Ernährungsnetzwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Branche im Freistaat“, lobte Tiefensee das Engagement und die Arbeit des Vereins. Mit der aktuellen GRW-Förderung unterstützt das Land das Thüringer Ernährungsnetzwerk deshalb bei der Weiterentwicklung als Innovationscluster. Dafür stehen nun in den nächsten vier Jahren Fördermittel in Höhe von knapp 470.000 EUR zur Verfügung. „Dies ist nicht nur ein positives Zeichen für die Branche, dass sie als drittstärkste Wirtschaftskraft für Thüringen eine große Bedeutung hat, sondern dass wir als Verein auch eine gute Arbeit leisten und uns kontinuierlich weiterentwickeln“, freute sich Gaida. Mit dieser langfristigen Planung und finanziellen Unterstützung könnten etliche Projekte in Angriff genommen werden. Zuletzt hatte der Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. den 4. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel sehr erfolgreich ausgerichtet.

 

 

Minister Tiefensee übergibt dem Vorstandsvorsitzende Matthias Gaida den Förderbescheid für die nächste Förderperiode

Branchentalk Ernährungswirtschaft 2017

Im Gespräch war 2017 Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Am 06. November kam er im Dompalais Erfurt mit ca. 25 Vertretern der Thüringer Ernährungswirtschaft zu einem vertraulichen Gespräch zusammen.

Auf dem Podium nahmen zudem Matthias Gaida, Vorsitzender des Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V., sowie Wilm Dühring, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, platz.

Die Thüringer Unternehmen schätzen den vertrauten Austausch, welcher nun mit seiner bereits fünfmaligen Durchführung als gute Tradition bezeichnet werden kann.

Rückblick "Branchentalk Ernährungswirtschaft 2016"

Ministerpräsident Bodo Ramelow und Thüringer Ernährungsnetzwerk ziehen positive Bilanz aus dem vierten „Branchentalk Ernährungswirtschaft“

Mehr als 40 Vertreter der Thüringer Ernährungswirtschaft kamen am Mittwoch, 02. November 2016, im Erfurter Kaisersaal zusammen, um mit Ministerpräsident Bodo Ramelow Antworten auf dringende Fragen der Branche zu finden. Auf dem Podium diskutierte das Landesoberhaupt mit dem Vorstandsvorsitzenden des Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. Matthias Gaida. Durch das Gespräch führte Kristin Gräfin von Faber-Castell.

Vor der eigentlichen Diskussion, ließen die Lebensmittelhersteller zunächst ihre Produkte sprechen. Während einer kleinen kulinarischen Reise durch Thüringen konnten sich der Ministerpräsident und die Teilnehmer mit Produkten von Mitgliedern des Thüringer Ernährungsnetzwerkes stärken und in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen.

Als dominante Themen des vierten „Branchentalk Ernährungswirtschaft“ beherrschten dann der Arbeitskräftemangel und demografischer Wandel die erste Hälfte der Diskussion. Die Ernährungsbranche steht hier vor existentiellen Herausforderungen und erhofft sich politische Unterstützung. Der Ministerpräsident warb für die Lösungsansätze seiner Landesregierung: Die Stichworte lauteten Zuwanderung und Integration junger Menschen – sowohl aus dem europäischen als auch nicht-europäischem Ausland. „Wenn wir uns um unsere Zukunft bemühen, müssen wir junge Leute einladen, zu uns zu kommen“, sagte der Ministerpräsident und nahm auch immer wieder die Unternehmer selbst in die Pflicht: „Wir schaffen das nur mit Ihnen gemeinsam.“

Ein weiterer Ansatz ist, die Nähe der Unternehmen zur schulischen Ausbildung wieder verstärkt herzustellen bspw. über Schulpatenschaften oder über das Konzept dualer Hochschulen. Die Unternehmer seien in Schule und auf Messen bereits recht aktiv, betonte Matthias Gaida. Allerdings habe Thüringen auch ein Standortproblem, da in anderen Bundesländern die Bedingungen besser seien. Die Unternehmer bräuchten politische Leitplanken, so der Vorsitzende des Thüringer Ernährungsnetzwerkes und sprach steuerliche Belastungen der Unternehmer sowie die Unsicherheiten durch die bevorstehende Kreisgebietsreform an. Bezüglich der hohen Energiekosten sicherte der Ministerpräsident seine Unterstützung zu: Er möchte sich in der Bundespolitik dafür einsetzen, Kosten der Energiepolitik nicht auf kleine und mittelständische Unternehmen abzuwälzen. Mit der viel diskutierten Kreisgebietsreform sollen Verwaltungsstrukturen verändert werden, um Kleinteiligkeiten abzubauen und somit im Umkehrschluss auch Standortbedingungen zu verbessern. Zudem sieht der Ministerpräsident noch ungenutztes Potential im Tourismus des Freistaates. Er plädierte dafür, bestehende Chancen zu nutzen und so gemeinsam für Thüringen zu werben.

Am Ende zogen beide Seiten eine positive Bilanz aus dem Gespräch und möchten die bereits bestehende Zusammenarbeit weiter ausbauen. Matthias Gaida warb dafür, stets gemeinsam die beste Lösung zu finden. Der Ministerpräsident möchte den Termin auch im nächsten Jahr fortzuführen, um weiter wechselseitig voneinander lernen zu können. Abschließend appellierte er noch einmal an die Unternehmer und ihr Netzwerk, an ihrem Ausbau als regionaler Markenträger zu arbeiten und ihre Verantwortung und Stärke „als Träger der lokalen Idee“ wahrzunehmen.

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